Mehr Nachhaltigkeit im Asset-Management

Der Wertewandel in Gesellschaft und Politik erreicht das Asset-Management: Nichtfinanzielle Ziele bei der Kapitalanlage gewinnen zunehmend an Bedeutung. Anbieter und Investoren werden vermehrt kritisch mit Blick auf ihren Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen hinterfragt.

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Von der Nische zur Normalität

Wo stehen Sie beim Thema CSR (Corporate Social Responsibility)? Wie ist Ihre Haltung zum SRI (Sustainable and Responsible Investing)? Welchen Einfluss haben die Kriterien aus dem ESG-Standard (Environmental, Social and Governance) auf die Rendite und das Risiko in Ihren Kapitalanlagen? Dies sind Fragen und Schlagwörter, die das Thema Nachhaltigkeit umreißen. Jeder Finanzdienstleister ist gefordert, sich zu diesem Thema zu positionieren und sein Geschäfts- und Betriebsmodell sowie das Produktangebot entsprechend auszurichten. 

Herausforderungen

Die neuen ESG-Anforderungen von Investoren und Aufsichtsbehörden haben einen signifikanten Einfluss auf die gesamte Wertschöpfungskette im Asset Management. Sales-, Front-, Middle- und Backoffice-Funktionen sind von den ESG-Anforderungen berührt. 

Künftig werden andere Produkte nachgefragt werden – hier sollten Finanzdienstleister ihr Angebot entsprechend anpassen. Um die Nachfrage nach diesen neuen Produkten bedienen zu können, sind entsprechende Voraussetzungen zu schaffen:

- Es werden neue Anbieter für Research und Marktdaten benötigt 
- Prozesse im Portfoliomanagement sind anzupassen 
- Risikomodelle müssen um ESG-Parameter erweitert werden
- Die Kundenkommunikation ist an den neuen Gegebenheiten auszurichten
- Produktprospekte müssen um ESG-Kriterien angereichert werden, um die Nachhaltigkeit eines Investments offenzulegen

Erkenntnisse

Damit jedoch diese unterschiedlichen Handlungsstränge auf die Ziele des Unternehmens einzahlen, ist es zwingend notwendig, sich im Rahmen des Strategieprozesses mit dem Thema ESG auseinanderzusetzen. Denn die Integration von ESG-Anforderungen in das Asset-Management kann nur dann gelingen, wenn ein ganzheitlicher Ansatz unter Berücksichtigung der gesamten Wertschöpfungskette verfolgt wird. 

Die Standortbestimmung liefert dafür den ersten Baustein: Wo stehen wir? Was machen die Wettbewerber? Wo liegt die Benchmark? Wenn dies transparent ist, kann der erste Schritt gegangen werden: die Definition des eigenen Ambitionsniveaus bei der Verfolgung von Nachhaltigkeitsprinzipien. Auf Basis des festgelegten Ambitionsniveaus sowie unter Berücksichtigung des bestehenden Kunden- und Produktportfolios lassen sich dann Wachstumspotenziale identifizieren und eine Produktstrategie ableiten. Die Optimierung des Operating Model sowie eine Changephase schließen den Prozess ab. 

Ein Stolperstein bei der Integration der ESG-Anforderungen in das Geschäftsmodell sind die Marktdaten – der Datenbedarf steigt signifikant und ist damit ein wesentlicher Kostentreiber. Um diese Hürde zu nehmen, sollte eine „Golden Source“ definiert werden, auf die alle Prozesse vom Portfolio- über das Risikomanagement bis zum Reporting aufsetzen. Einen geeigneten Datenanbieter auszuwählen sowie einheitliche ESG-KPI-Sets festzulegen, ist deshalb erfolgsentscheidend.

Lösungen

zeb unterstützt Sie mit einem klaren Blick auf die aktuellen Trends sowie umfassender Asset Management Expertise bei der Integration von ESG-Anforderungen entlang der Wertschöpfungskette – von der Standortbestimmung bis zum ESG-Geschäftsmodell und dessen operative Umsetzung:

Nachhaltigkeits-Check – Standortbestimmung
Review bestehender ESG-Strategie/-Umsetzung
Wettbewerbsanalysen & Benchmarking
Ableitung ESG-Positionierung

Entwicklung Nachhaltigkeits-Ambitionsniveau
Aufnahme Ausgangssituation
Festlegung Ambitionsniveau auf Basis innovativer Formate
Verankerung in Unternehmensstrategie
Ableitung Handlungsbedarfe zur Umsetzung

Business-Model-Optimierung
Analyse des Produkt- und Leistungsportfolios
Identifikation von Wachstumspotenzialen anhand Zielkundendefinition
Entwicklung Zielangebot (Produkte, Leistungen, Pricing)
Geschäftsmodellspezifischer Businesscase

Operating-Model-Optimierung
Impact-Analyse entlang der Wertschöpfungskette
Identifikation & Priorisierung von Handlungsfeldern
Integration in bestehende Ablauf- und Aufbauorganisation und IT
Geschäftsmodellspezifischer Regulatory-Check-up

Governance & Culture – Changebegleitung
Aufnahme definierter ESG-Strategie
Entwicklung von Kommunikations- & Trainingskonzept
Begleitung der Rolloutphase und regelmäßige Inhousechecks
Entwicklung und Umsetzung von Optimierungsmaßnahmen


 

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