Open Banking

Im Open Banking sind Payments mehr als Payments

Herausforderungen

Im Zahlungsverkehr stehen Anbieter durch die komplexe Verbindung von aktuellen technologischen Entwicklungen, neuen und gestiegenen Kundenerwartungen, wachsenden gesetzlichen Anforderungen und neuem Wettbewerb vor großen Herausforderungen.

Vor allem folgende Entwicklungen bewerten wir als hochrelevant:

  • Gestiegene, mehrdimensionale Kundenerwartungen:

Kunden wünschen Bequemlichkeit und Payments in Realtime, fordern aber gleichzeitig Sicherheit und Service ohne Gebühren.

  • Compliance mit internationalen Standards:

Laufende regulatorische Initiativen erfordern massive Investitionen in die Erneuerung der Payments-Infrastruktur.

  • Transaktionsüberwachung und Financial Crime Prevention:

Veraltete Transaktions-Überwachungssysteme und manuelle Prozesse sorgen für steigende Kosten ohne das Risiko zu reduzieren.

  • Markteintritt von neuen Playern:

Die Marktlandschaft verändert sich schnell – von Neobanken über FinTechs bis BigTechs, der Wettbewerbsdruck am Markt für Payments steigt zunehmend und schnell.

  • Reduktion von Revenue-Pools im klassischen Zahlungsverkehr:

Sinkende Transaktions- und Kontogebühren werden für Gegenwind sorgen.

  • Neue digitale Technologien und Herausforderer:

Mobile, NFC u.a. neue Möglichkeiten sorgen für Mehraufwand in der Umsetzung, gleichzeitig  greifen BigTechs und FinTechs gerade auf diesem Feld an.

Erkenntnisse

Beispielsweise in Amazon-Supermärkten in den USA gilt ‚just walk out‘: Kunden zahlen beim Verlassen des Geschäfts, ohne sich noch bei der Kasse aufhalten zu müssen. Die Einkäufe werden gescannt, und die Zahlungsmittel werden vom Handy abgelesen. Diese Bequemlichkeit ist heute technisch und organisatorisch möglich. Sowohl mit dem europäischen Datenschutz als auch den Präferenzen vieler Kunden ist sie aber (noch) nicht zu vereinbaren. 

Unsere langjährige Marktbeobachtung und Zusammenarbeit mit verschiedenen internationalen Anbietern hat gezeigt:

  • Banken müssen alternative Revenue-Pools im Zahlungsverkehr entwickeln
  • Innovation ist erfolgskritisch, um die Kundenschnittstelle dauerhaft zu behalten
  • Die effiziente Umsetzung der technischen Standards wird zum Differenzierungsmerkmal
  • Use Cases mit Financial und non-Financial Partnern stärken die Zukunftsfähigkeit
  • Transaktionsüberwachung muss neu mit Advanced Data Analytics aufgesetzt werden

„Kunden erwarten, dass Zahlungen sicher, reibungslos und kostenlos sind. Der Aspekt Echtzeit kommt immer mehr zu den Erwartungshaltungen hinzu. Vor allem diese Faktoren determinieren den Innovationsschub im Zahlungsverkehr."

Erwin Meichenitsch, Partner

Lösungen

Neben den etablierten Marktteilnehmern versuchen Technologieanbieter und FinTech-Start-ups durch innovative Produkte und Dienstleistungen Marktanteile im Paymentbereich zu gewinnen. zeb unterstützt sowohl klassische als auch neue Finanzintermediäre im europäischen Markt mit dem richtigen Mix verschiedener Beratungskompetenzen: Branchenexpertise und fundierte Kenntnis der regulatorischen Anforderungen, Strategie-, Technologie- und Managementkompetenz gepaart mit Changekompetenz.

Beratungsangebote:

  • Konzipierung und Umsetzung von ertragsorientierten Zahlungsverkehrsstrategien und neuen Geschäftsmodellen
  • Design Thinking zur Schaffung von disruptiven Payments Use Cases
  • Leitbildentwicklung und -umsetzung für IT- und Prozessarchitektur im Zahlungsverkehr
  • Benchmarking und Optimierung von Payment Operations mit einem Zero-Ops-Ansatz
  • Konzipierung und Berechnung von Business Cases bei innovativen Zahlungsmethoden
  • Design von Advanced Data Analytics und Machine-Learning-Lösungen für Transaktionsüberwachung

 

Wir bei zeb sind davon überzeugt, dass sowohl die hauseigene Innovation in Payments als auch die Zusammenarbeit mit neuen Playern kritische Bausteine für eine erfolgreiche Marktpositionierung darstellen. Wir haben beispielsweise eine ertragsorientierte Strategie für ein Joint Venture zwischen einer italienischen Bank und einem großen Mobilitätsprovider bis hin zur Umsetzung begleitet.

Neue Standards im europäischen Markt wie PSD2/Open Banking oder Instant Payment ermöglichen eine Neupositionierung der Bank im Hinblick auf ihre Privat- und Firmenkundenbeziehungen. Disruptive Anwendungsfälle ermöglichen gleichzeitig Ertragssteigerung und Reduktion der Transaktionsstückkosten. Als auf Finanzdienstleister spezialisierter Berater konnten wir uns davon im Rahmen eines Projekts für eine europäische Großbank überzeugen – hier wurde die Bank bei der Entwicklung innovativer Use Cases von der ersten Idee bis hin zum Markttest begleitet.

Die Einführung neuer Zahlungslösungen ist jedoch alles andere als einfach. In den letzten Jahren waren es weniger die etablierten Player als vielmehr junge Finanz-Start-ups („FinTechs“), die innovative Bezahlverfahren auf den Markt gebracht haben. Wir unterstützen mit fundiertem Know-how hinsichtlich der Prozesse und IT-Architekturen, die für eine funktionierende Lösung die Basis herstellen. So haben wir beispielsweise den Umbau von Betriebsprozessen und IT-Plattformen für neue Zahlungsverkehrsfunktionen konzipiert und bei der Umsetzung begleitet.

Der Kostendruck im Bereich Payments ist enorm. Wir begleiten seit einem Jahrzehnt klassische Kostensenkungsprojekte im Bereich Operations. In einem unserer letzten Projekte haben wir die Zusammenlegung von Operations als Mehrbankenkooperation bewertet. Auch im Zahlungsverkehr setzen sich „Zero-Ops-Ansätze“ immer mehr durch – mehrere Projekte für Banken im DACH-Bereich untermauern dies.

Neue Lösungen müssen das bekannte Henne-Ei-Problem überwinden, denn die Akzeptanz der Zahlstelle hängt von der Bereitschaft der Kunden ab, sie zu nutzen und umgekehrt. Der vom Kunden wahrgenommene, konkrete Mehrwert entwickelt sich dabei oft erst im Prozess der Nutzung. An dieser Hürde sind schon mehrere technisch funktionierende alternative Bezahlverfahren gescheitert. Wir kennen die Kriterien, die innovative Zahlungsmethoden zu einem erfolgreichen Business Case führen und setzen diese in all unseren Projekten ein.

Transaktionsvolumen und Komplexität vor allem internationaler Transaktionen wachsen rasant in unserer vernetzten digitalen Welt. In Kombination mit veralteten regelbasierten Systemen zur Transaktionsüberwachung führt dies zu einer Flut von Fehlalarmen („false Positives“), die enorme Überprüfungsaufwände und damit Kapazitätsbindungen hervorrufen. zeb hat für eine Schweizer Großbank das Thema durch Machine Learning bei der Geldwäscheprävention adressiert und zur Umsetzung gebracht.

Sprechen Sie uns gerne an