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Aufsicht & Regulierung: eine "unendliche Geschichte"

Die Entwicklung von Aufsicht und Regulierung für die Finanzindustrie bleibt dynamisch

Seit Ende der Finanzkrise von 2008/2009 sind eine Vielzahl bankenaufsichtlicher Anforderungen, sprich Regulierung, eingeführt worden. Hierbei sind u.a. die Umsetzung von Basel III in der Capital Requirements Directive (CRD) sowie Regulation (CRR) inklusive der weiteren Detaillierungen und Spezifikationen der Implementing und Regulatory Technical Standards (IST und RTS) zu nennen. Zusätzlich erfolgte eine grundsätzliche Überarbeitung des Europäischen Aufsichtsmechanismus mit der Einführung des Single Supervisory Mechanisms (SSM) und der Einführung des Sanierungs- und Abwicklungsregimes.

Die Arbeit am Aufsichtsrahmen ist damit allerdings bei Weitem nicht abgeschlossen. Allgemeine Entwicklungen wie u. a. die Notwendigkeit nachhaltiger zu wirtschaften sowie spezifische Trends in der Finanzbrache führen dazu, dass die regulatorischen Anforderungen kontinuierlich und konsequent weiterentwickelt werden. Wesentliche Beispiele für solche laufenden Weiterentwicklungen sind Initiativen rund um die Digitalisierung, die Konkretisierung der ESG-Kriterien sowie die Überführung des Basler Rahmenwerks in europäisches Recht.

Regulatory Management: Unser Beratungsangebot für Sie

 

Wir unterstützen mit hochwertigen Leistungen in der Bewältigung regulatorischer Anforderungen. Dabei setzen wir an den strategischen Zielen an und helfen unseren Kunden nachhaltig erfolgreich zu sein, indem wir gemeinsam mit ihnen abwägen, welche ihrer Geschäftsaktivitäten unter den Gesichtspunkten von hinreichender Profitabilität und Kapitalisierung sowie dem Wandel regulatorischer Rahmenbedingungen künftig attraktiv sind.

Unser Leistungsspektrum betrifft dabei die gesamte Wertschöpfungskette von der strategischen Positionierung bis zur Konzeption und Implementierung neuer regulatorischer Anforderungen. Wenn es darum geht, komplexe Probleme zu lösen und positive Veränderungen anzustoßen, verbinden wir unsere tiefgreifende Branchenkenntnis mit unserer umfassenden fachlichen Expertise. Auf diese Weise begleiten wir unsere Kunden zuverlässig als „partner for change“ bei ihrer erfolgreichen Transformation. 

 

 

 

Der zeb.Regulatory Hub

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Mit Hilfe unseres zeb.Regulatory Hub behalten Sie die Regulatorik für Finanzdienstleister immer im Blick und setzen den richtigen Fokus bei der Bewertung der wesentlichen Herausforderungen und Ableitung von Steuerungsimpulsen.

"Aufgrund des unsicheren Umfelds werden sich Banken auch künftig auf eine hohe Dynamik im Aufsichtsrecht und weiter steigende Anforderungen einstellen müssen – das effiziente Management regulatorischer Anforderungen wird zusehends zu einem Wettbewerbsfaktor.“ 

Christian Schiele, Partner, zeb

Maßgebliche Treiber des regulatorischen Rahmens sind die nachfolgenden Standardsetter und Aufsichtsbehörden: 

Auf globaler Ebene entwickeln das Financial Stability Board (FSB) und der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) laufend neue regulatorische Vorgaben und berücksichtigen hierbei Erkenntnisse aus der makro- und mikroprudenziellen Beaufsichtigung sowie der laufenden (gesellschafts-)politischen Debatte.

Diese globalen Anforderungen überführt die EU im sog. Trilog-Verfahren der drei wesentlichen Institutionen (Kommission, Rat und Parlament) in das Europäische Regelwerk, insbesondere die Capital Requirements Regulation (CRR) und die Capital Requirements Directive (CRD). Zudem delegieren sie die Erarbeitung weiterer technischer Spezifizierungen durch die European Banking Authority - EBA -  (ITS und RTS) und entscheiden abschließend über die entsprechenden Ausarbeitungen.

Darüber hinaus wurde mit der Entwicklung der Bankenunion ein wesentlicher Beitrag zur Harmonisierung des aufsichtlichen Regimes in der EU beigetragen. Diese besteht aus den drei Säulen, dem einheitlichen Aufsichtsmechanismus (SSM), der die Befugnisse für die Beaufsichtigung der Institute neu geregelt hat, dem einheitlichen Abwicklungsregime,  welches insbesondere das Vorgehen zur Bewältigung von Schieflagen der Banken weiterentwickelt, sowie den einheitlichen Anforderungen an die Einlagensicherung. Gleichzeitig sind Kompetenzen zwischen bestehenden Institutionen neu geregelt worden bzw. neue Institutionen wie das Single Resolution Board (SRB) neu entstanden.

Ein zusätzlicher Treiber der Dynamik sind die Aufsichtsbehörden, insbesondere die EZB, die fortwährend den Fokus ihrer Prüfungstätigkeiten neu ausrichtet. Basis hierfür sind die regelmäßig überarbeiteten Aufsichtsprioritäten, also die Fokusthemen der Aufseher auf Basis von Erkenntnissen von Risikobewertungen, makroökonomischen Entwicklungen und lessons learned aus der Aufsichtstätigkeit, insbesondere aus dem harmonisierten Supervisory Review and Evaluation Process (SREP). Die Aufsichtsbehörden haben in den letzten Jahren ihre Prüfungsaktivitäten weiter intensiviert – dies bezieht sich auf die turnusmäßigen Vor-Ort-Prüfungen sowie systematische, flächendeckende Prüfungen zu Schwerpunktthemen (bspw. dem targeted Review of Internal Models, TRIM).

Schließlich entwickeln darüber hinaus auch nationale Aufsichtsbehörden die Anforderungen weiter, um entweder nationalen rechtlichen und strukturellen Besonderheiten Rechnung zu tragen bzw. die durch die EZB für signifikante Institute (SI) entwickelten Grundsätze unter Berücksichtigung des Proportionalitätsprinzips auf die sogenannten nicht-signifikante Institute (LSI) zu übertragen.
 

 

Die europäischen Banken im Spannungsfeld zwischen Resilienz und Profitabilität

Die europäischen Banken sind insgesamt bzgl. ihrer Resilienz solide aufgestellt. Dies wird durch stabile und oberhalb der Mindestanforderungen liegende Kapital- und Liquiditätsquoten deutlich.
Hinsichtlich der Profitabilität zeichnet sich allerdings ein anderes Bild. Etliche Banken haben nachhaltig Schwierigkeiten, ihre Eigenkapitalkosten zu erwirtschaften. Die unzureichende Profitabilität vieler Institute, hervorgerufen auf der Ertragsseite durch hohen Wettbewerb und das langjährige Niedrigzinsumfeld sowie die steigenden Kosten für u.a. für Digitalisierung stellt sämtliche Institute vor erhebliche Herausforderungen. Auch die anhaltend hohe regulatorische Dynamik ist dabei ein wesentlicher Kostentreiber.
Die Vielfalt der Themen und das Ausmaß an Handlungsfeldern führen gemeinsam mit den beschriebenen Herausforderungen, profitabler zu werden dazu, dass die Erfüllung regulatorischer Anforderungen nicht mehr um jeden Preis im Fokus der Institute liegt. Vielmehr bedarf es eines effizienzorientierten Regulatory Managements, welches auf Basis einer klaren Priorisierung ressourcenschonend die Einhaltung aufsichtlicher Anforderungen sicherstellt. 
 

 

Impulse für Veränderer

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