zeb.market.flash #56: Die Kursrallye geht weiter, die Probleme bleiben
Unser Überblick über die aktuellen Entwicklungen im globalen Bankenmarkt
Und darum geht es in dieser Ausgabe:
Starke Aktienmärkte überkompensieren Verluste aus Q1
- Nach Verlusten im ersten Quartal 2026 infolge des Krieges im Nahen Osten und der De-facto-Schließung der Straße von Hormus, erholten sich in Q2 2026 die Total-Shareholder-Returns insgesamt (MSCI World: +14,8% QoQ) wieder deutlich - hauptsächlich getragen durch Technologie und Telekommunikation.
- Die globalen Banken folgten dem Markttrend und erreichten einen Total Shareholder-Return von +13,1% QoQ. Gerade europäische Banken konnten deutlich gewinnen (+24,8% QoQ). Starke Quartalsergebnisse und die etwas überraschende Zinserhöhung der EZB im Juni waren Haupttreiber.
Robuste Ertragslage in einem volatilen Umfeld
- Banken in Westeuropa und den USA starten stark ins Jahr 2026 und steigerten ihre Profitabilität weiter. Westeuropäische Institute erhöhten ihren ROE auf 13,4 % (+0,8 %P YoY), US-Banken auf 13,7 % (+1,5 %P YoY). Treiber war ein solides Gewinnwachstum in beiden Regionen. In Westeuropa entwickelte sich das Zins unabhängige Ergebnis dynamischer als das Zinsergebnis, was auf eine zunehmend diversifizierte Ertragsbasis der Institute hindeutet; die EZB-Zinserhöhung dürfte das europäische Zinsergebnis zusätzlich stützen.
- Gleichzeitig bleibt das Umfeld anspruchsvoll: Der kriegsbedingte Energiepreis schock erhöht den Inflations- und geldpolitischen Druck, während die Wachstumsaussichten insbesondere in Deutschland und Westeuropa fragil bleiben.
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