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Agilität – Hype? Nice-to-have? Oder doch viel mehr?

Eines der größten Missverständnisse in der Finanzbranche
 

Agilität – der Schlüssel zum Erfolg in stürmischen Zeiten

Für Banken und Finanzdienstleister sind stürmische Zeiten angebrochen. Früher vergingen oft Jahre, bis ein neues Produkt entwickelt, getestet und auf den Markt gebracht wurde. Heute entstehen in weniger als einem Jahr komplett neue Banken, die sich den veränderten Kundenbedürfnissen radikal anpassen und den etablierten Playern Konkurrenz machen. Das kann man bedauern – oder darin eine Chance erkennen. In stürmischen Zeiten geraten Finanzdienstleister zwar leicht in schwieriges Fahrwasser, können aber auch sehr schnell Fahrt aufnehmen.

Anders ausgedrückt: Das Marktumfeld ist so volatil wie noch nie. Es ändert sich schnell, oft und tiefgreifend. Neue Stürme können ganz plötzlich aufziehen und alles durcheinander wirbeln. Unsicherheit und Komplexität nehmen beständig zu. Zugleich sind die Informationen, die den Entscheidungen zugrunde liegen, häufig mehrdeutig oder sogar widersprüchlich.

 

„Die Welt um uns herum ändert sich dramatisch, schnell und radikal. Agilität ist nicht nur eine Option, sondern eine überlebenswichtige Fähigkeit.“

Martin Fürst, Senior Manager

Worauf es ankommt, um in einem solchen Marktumfeld Erfolg zu haben? Der Schlüssel heißt Agilität. Zugegeben: Der Begriff ist momentan in aller Munde, und oft ist unklar, was genau damit gemeint ist. Als Konsequenz sind Assoziationen von und Erwartungen an Agilität ebenfalls nicht klar fixiert. 

Für zeb bedeutet Agilität die Fähigkeit von Individuen, Teams und Organisationen kundenzentriert, schnell und flexibel agieren zu können. Damit verbunden existieren typische Eigenschaften von Agilität: Agile Unternehmen stellen den Kunden in den Mittelpunkt und binden diesen konsequent in die Entwicklung von Produkten ein. Sie erarbeiten Ergebnisse in kurzen Zyklen und bilden cross-funktionale Teams, in denen die Mitarbeitenden innerhalb gesetzter Leitplanken eigenverantwortlich handeln können. Dafür geben Führungskräfte Macht und Verantwortung ab, und Mitarbeitende verabschieden sich von etablierten Routinen und Prozessen.

Wie jede Fähigkeit muss auch Agilität erlernt werden. Das ist eine Herausforderung – für mehrere Jahre. Aber es lohnt sich:

Ein agiles Unternehmen, davon sind wir überzeugt, wird auch in stürmischen Zeiten die Anpassungsfähigkeit besitzen, sich auf diese einzustellen und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Alle anderen laufen Gefahr, mittelfristig unterzugehen. Ein Indiz dafür sind die Ergebnisse unserer diesjährigen European Banking Study. Jene Banken, die wir dort als digitale Pioniere identifiziert haben, konnten ihr operatives Ergebnis zwischen 2013 und 2018 um durchschnittlich 5,1 Prozent steigern. Die Ergebnisse der weniger digitalisierten Banken – der „Challenger“ und „Follower“ – gingen um 10,1 Prozent bzw. 9,6 Prozent zurück. Eine nähere Betrachtung der digitalen Pioniere zeigt: Alle von ihnen sind auch führend beim Thema Agilität. Kein Wunder – ohne Agilität hätten sie die Digitalisierung nicht so erfolgreich und zielgerichtet umsetzen können. 

Doch wo steht die gesamte Branche? Für unsere Studie zur Agile Readiness haben wir 216 Mitarbeiter von Finanzdienstleistern befragt. Die gute Nachricht: Viele haben die Bedeutung von Agilität längst erkannt. Die schlechte: An der Umsetzung hapert es oft noch. Ihren eigenen Organisationen bescheinigen die Befragten große Defizite.

P.S. Die Befragung steht Ihnen auch weiterhin zur Selbsteinschätzung hier zur Verfügung.

 

„Um nachhaltige Veränderungen zu bewirken, müssen alle Dimensionen von Agilität zusammenspielen. Es reicht nicht, nur einzelne Komponenten anzupassen.”

Dr. Sophie Strelczyk, Manager
 

Der Diamant – die Gestaltungsdimensionen von Agilität

Agilität ist mehrdimensional. Es bringt wenig, wenn die Führung will, die Mitarbeiter aber nicht mitziehen. Agile Managementmethoden bewirken innerhalb hierarchischer Strukturen nicht sonderlich viel. Flexible Projektteams funktionieren nur, wenn auch das Arbeitsumfeld und die IT-Architektur angepasst werden. Alles hängt miteinander zusammen.

Um die Herausforderungen zu strukturieren und in Handlungsempfehlungen zu überführen, haben wir auf Basis unserer Beraterpraxis einen „Diamanten der Agilität“ entwickelt.

 

Fazit

Agilität ist keine Modeerscheinung, die bald durch eine neue Managementmethode ersetzt wird. In einer sich schnell und radikal verändernden Welt sind eine hohe Anpassungsgeschwindigkeit, Flexibilität und Kundenzentrierung kein Nice-to-have, sondern eine Frage des Überlebens. Lesen Sie dazu auch unser aktuelles Interview: "Wie müssen Unternehmen sich verändern, wenn sie in der Digitalisierung Erfolg haben wollen". 

Finanzdienstleister, das zeigt unsere Agile Readiness Studie, stehen bislang noch ganz am Anfang einer tief greifenden Transformation. Sie haben die Zeichen der Zeit zwar erkannt, weisen in allen Dimensionen von Agilität aber noch erhebliche Defizite auf. Hierarchische Strukturen und Prozesse dominieren ihre Organisationen nach wie vor.

„Jede Organisation muss ihren eigenen Pfad der Transformation finden. Je radikaler der Pfad, desto wichtiger ist das uneingeschränkte Commitment der Führung.“

Mathias Gans, Senior Manager
 

Es ist daher höchste Zeit zu handeln. Unsere Projekte belegen, dass der Wandel gelingen kann – schonend Schritt für Schritt oder ganzheitlich und möglichst schnell. Machen Sie sich besser heute als morgen auf den Weg zum agilen Unternehmen.

Sprechen Sie uns gerne an

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Dr. Hilke Hollander
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Martin Fürst
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Matthias Gans
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Martin Kulik
Senior Manager
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Dr. Sophie Strelczyk
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Dr. Jens Wiegel
Manager