Programm „Bank Branch“

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Programm "Bank Branch" (EU-Bank)

Die Daimler Financial Services AG (DFS) bietet weltweit ein umfassendes Spektrum an automobilbezogenen Finanzdienstleistungen, das von KFZ-Leasing/-Finanzierung über die Finanzierung von Händlern und das Management von gewerblichen Fuhrparks bis hin zu Versicherungen, Bank- und innovativen Mobilitätsdienstleistungen reicht. Das Geschäft der DFS wird dabei in Deutschland über die Mercedes-Benz Bank AG (MB Bank) und deren Tochtergesellschaften abgewickelt. 

1. Ausgangssituation
und Projektauftrag

Die MB Bank ist mit ca. 21 Mrd. Euro Bilanzsumme die zweitgrößte herstellergebundene Autobank in Deutschland und soll im Rahmen ihrer strategischen Weiterentwicklung zukünftig die zentrale Einheit für das europäische Geschäft von DFS werden. Zu diesem Zweck werden sukzessive ausgewählte Finanzierungsgesellschaften der DFS unter Anwendung des sogenannten „Europa-Passes“ in die MB Bank integriert. So wurden bereits in der Vergangenheit die Händlerfinanzierungsgeschäfte in Spanien und Großbritannien in die Niederlassungen der MB Bank überführt.

Für die Zukunft ist ein weiterer Ausbau des MB-Bank-Niederlassungsnetzes mit den großen Auslands-Landesgesellschaften der DFS geplant. Die damit verfolgten strategischen Ziele sind:

  • Diversifikation der Refinanzierungsoptionen, insbesondere für ein volatiles ökonomisches Umfeld Einheitliche Steuerung der Länder in Europa
  • MB Bank als Benchmark für europaweites Risikomanagement und einheitlich hohe Qualitätsstandards
  • Stärkung der Eigenkapital- und Liquiditätsbasis durch zentrale Steuerung und bedarfsorientierte  
  • Kapital-Allokation
  • Schaffung einer Basis für europaweit harmonisierte Prozesse und eine zukunftssichere, moderne IT-Landschaft

Der zeb-Projektauftrag im Zuge des Programms "Bank Branch" umfasste im ersten Schritt eine Machbarkeitsstudie zur Identifikation und Bewertung von möglichen Umsetzungshindernissen in den betrachteten Ländern sowie die Formulierung einer grundsätzlichen Roadmap zur Realisierung. In einem zweiten Schritt begleitet zeb die Übertragung des Händlerfinanzierungsportfolios der MBFS France in die MB Bank.

       

      2. Vorgehen
      im Projekt

      Im Zuge der Machbarkeitsstudie wurde das strategische Zielbild der MB Bank inklusive der Refinanzierungsstrategie u. a. durch Einbindung des Treasury-Bereichs zugrunde gelegt und weiterentwickelt. Ergänzend wurde eine Gap-Analyse durchgeführt, um potenzielle Hürden frühzeitig zu erkennen. Diese Erkenntnisse flossen in den neu zu erstellenden Projektplan ein. Daneben unterstützte zeb die MB Bank bei der Kommunikation der ersten Projektergebnisse sowohl DFS- und Daimler-intern als auch gegenüber externen Stakeholdern wie z. B. der  Bankenaufsicht oder des Einlagensicherungsfonds. 

      Während der sich anschließenden Implementierungsphase, in deren Verlauf zunächst das Händlerfinanzierungsgeschäft aus Frankreich in die MB Bank integriert wurde, unterstützte zeb das Gesamtprogramm in den folgenden fachlichen Schwerpunkten: 

      • Programmmanagement: Unterstützung beim Aufbau einer geeigneten Programmorganisation mit den hierfür erforderlichen Strukturen, Abläufen und Tools sowie kontinuierliche Weiterentwicklung des Programm-Management-Ansatzes
      • Anti-Geldwäsche: Entwicklung und Begleitung der Umsetzung eines gruppenweiten Anti-Geldwäsche-Konzepts unter Einbindung der ausländischen Filialen und unter Beachtung lokaler gesetzlicher Anforderungen
      • Harmonisierung der europäischen Prozesswelt: Entwicklung und Begleitung der Umsetzung eines Konzepts für eine europäisch geprägte Prozessorganisation unter Nutzung von Standardisierungspotenzialen
      • Risikomanagement: Entwicklung einer Zielstruktur für die Risiko-Governance auf Basis einer Ist-Aufnahme inklusive Gap-Analyse und Best-Practice-Ansätzen; darüber hinaus Erstellung eines Fachkonzepts zur Beschreibung der künftigen Governance, Methoden und Prozesse im Risiko-management
      • Vorbereitung Retail: Strukturierung und Ausplanung der Maßnahmen für die Integration eine Retailportfolios und Konzeption einer dafür adäquaten Projektorganisation

      3. Ergebnisse
      und Ausblick 

      Die erfolgreiche Übernahme des Händlerfinanzierungsportfolios der MBFS France Anfang des Jahres 2014 ist ein wichtiger Schritt für die MB Bank auf ihrem Weg zu einem paneuropäischen Kreditinstitut. Im Zuge des Projekts wurden das Risikomanagement unter Beachtung von Länderspezifika weiter harmonisiert, die Bankprozesse sowie deren Dokumentation deutlich stärker strukturiert und vereinheitlicht sowie ein erster Schritt zur Harmonisierung von aufsichtsrechtlichen Anforderungen unternommen.

      Nach der Integration des französischen Wholesale-Portfolios ist die Übernahme der weiteren Finanzierungsaktivitäten aus anderen europäischen Kernländern in die MB Bank geplant. Mittelfristig wird die MB Bank damit einen wichtigen Beitrag zu Wachstum, Effizienzsteigerung und Risikoreduzierung innerhalb der DFS leisten.

      Sprechen Sie uns gerne an