Die Anforderungen an interne Kommunikation haben sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert. Arbeitsabläufe werden dynamischer, Themen vielfältiger, der Informationsbedarf immer größer und kurzzyklischer. Eine adressatengerechte Kommunikation steht dabei nicht immer im Fokus. Täglich prasseln Dutzende Meldungen aus allen Fachbereichen in unterschiedlichsten Kanälen auf die Mitarbeitenden ein. Die Kommunikationswelt in der SFG ist hier vielfältig, sei es im Intranet, in PPS_neo, Newsletter, E-Mail oder Social Intranet App.
Damit wächst auch der Anspruch, relevante Informationen schnell einordnen zu können und im Arbeitsalltag gezielt zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar zu machen. Diese Entwicklung zeigt sich nicht nur bei der Landessparkasse zu Oldenburg. Bei praktisch allen Kreditinstituten wächst der Informationsbedarf seit Jahren. Zunehmende regulatorische Vorgaben mit immer neuen Vorschriften und die Schwankungen am Kapitalmarkt sorgen dafür, dass Inhalte regelmäßig aktualisiert, neu eingeordnet und verständlich aufbereitet werden müssen. Diese Anforderungen bringt das bisherige Intranet der Landessparkasse zu Oldenburg an ihre technischen und inhaltlichen Grenzen bringen. Eine Herausforderung, die die Landessparkasse zu Oldenburg jetzt angehen möchte.
Annette Vetter, Bereichsleiterin Personal und Co-Projektleitung:
„Die Neuausrichtung der internen Kommunikation ist bewusst als Kulturprojekt angelegt – sie verändert Verhalten, schafft Verbindlichkeit und setzt vertriebsaktive Zeit frei und fördert so auch die Zufriedenheit der Mitarbeitenden.“
Gezielte Kommunikation statt Prinzip Gießkanne
Um auch künftig am Puls der Zeit zu bleiben, verfolgt die LzO ein klares Ziel: Die vertriebsaktive Zeit soll erhöht werden, indem gezielter informiert, relevanter ausgespielt und Mitarbeitende spürbar entlastet werden. Der Fokus liegt dabei auf wenigen, klar definierten Kanälen und eindeutig adressierten Empfängergruppen.
Die interne Kommunikation ist über viele Jahre dezentral gewachsen. Inhalte werden über unterschiedliche Kanäle verbreitet. Ein System, das lange funktioniert hat, stößt angesichts der heutigen Informationsdichte zunehmend an seine Grenzen.
Vor diesem Hintergrund stellt das Institut die interne Kommunikation grundlegend neu auf. Ziel ist der Aufbau eines klar strukturierten, zentralen Kommunikationsmediums sowie die bewusste Systematisierung der internen Kommunikation insgesamt. Dazu gehört ein konsistentes Konzept für den Fokus der einzelnen Kanäle, eine klare Tonalität, transparente Verantwortlichkeiten sowie verbindliche Qualitätsstandards für Inhalte. Entscheidend ist, dass Informationen künftig zielgerichtet ausgespielt werden, Orientierung geben und Mitarbeitende im Arbeitsalltag entlasten. Wir verantworten die konzeptionelle Ausgestaltung der internen Kommunikation, mit klaren Verantwortungen, Transparenz und Qualitätsstandards, sowie der Begleitung des Change-Prozesses.
Durch diese Bündelung wollen wir eine wirksame Kommunikation für die Zukunft ermöglichen. Für unsere Arbeit steht daher die Frage im Mittelpunkt, wie die Kommunikation organisiert sein muss, damit sie wirksam, relevant und zugleich entlastend wirkt.
Kai Berding, Bereichsleiter DLM und Co-Projektleitung:
„Gute interne Kommunikation ist kein Selbstzweck. Sie zahlt viel mehr direkt auf unser Geschäftsmodell ein. In jeder Minute, in der wir nicht mit Suchen und Nachfragen beschäftigt sind, können wir für unsere Kundinnen und Kunden arbeiten.“
In der klaren Arbeitsteilung und der engen Abstimmung zwischen Organisation und Technik entsteht so ein zukunftsfähiger Rahmen, der interne Kommunikation zum verlässlichen Navigator in der Informationsflut macht – und messbar mehr Zeit für das Kerngeschäft schafft.