Konzeption der Geschäftsfeldrechnung

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Konzeption der Geschäftsfeldrechnung

Die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, ist das Spitzeninstitut der rund 1.000 Genossenschaftsbanken in Deutschland. Gemessen an der Bilanzsumme ist sie die drittgrößte Geschäftsbank in Deutschland.

Um den Beitrag der einzelnen Geschäftsfelder auf das handelsrechtliche Ergebnis (IFRS) der DZ BANK AG messen zu können, hat die Bank ein entsprechendes Projekt gestartet. Ziele des Projekts sind zum einen die Darstellung der handelsrechtlichen Ergebnis- und Bestandsgrößen in der Geschäftsfelddimension und deren Veränderungen im Zeitablauf sowie zum anderen die Integration zwischen externer Rechnungslegung (Bilanz/ Full Comprehensive Income – FCI) und internem Management- Reporting.

Gemeinsam mit zeb und dem Bereich IT der DZ BANK AG haben die Bereiche Konzern-Strategie und Controlling, Konzern-Finanzen und Konzern-Treasury der Bank eine entsprechende Geschäftsfeldrechnung konzipiert und umgesetzt.

1. Konsequent:
Konzeption

Ausgangspunkt der Konzeption (siehe Grafik) war die Nutzung der handelsrechtlichen Bestands- und Ergebnisgrößen in der IFRS-Rechnungslegung. Dabei konnte auf granulare Informationen (Einzelbestand für Finanzinstrumente) in der implementierten SAP-Subledger- Technologie zurückgegriffen werden. Durch die Verknüpfung von Informationen der externen Rechnungslegung mit den Informationen der internen Rechnungslegung konnten die Geschäfte den einzelnen Geschäftsfeldern zugeordnet werden. Durch diese Vorgehensweise wurde sichergestellt, dass das Gesamtergebnis der Geschäftsfeldrechnung dem handelsrechtlichen IFRS-Ergebnis entspricht.

Darüber hinaus wurden sämtliche internen Geschäfte mit ihren handelsrechtlichen Bestands- und Ergebnisgrößen integriert, um die Leistungsverflechtungen zwischen den Geschäftsfeldern abzubilden. Vervollständigt wurde die Abbildung durch die Berücksichtigung relevanter Ergebniseffekte im Non-Finanzgeschäftsbereich, wie z. B. die Zuordnung von Provisionen oder des Verwaltungsaufwands.

Die Konzeption mündete in ein Abbildungsschema, das neben den relevanten GuV-Komponenten auch weitere Ergebniseffekte wie die Veränderungen der Neubewertungsrücklage und der stillen Reserven (Other Comprehensive Income) enthält, um die Überleitbarkeit zu einer barwertgeprägten, betriebswirtschaftlichen Ergebnisrechnung sicherzustellen.

Zusätzlich wurden in der Konzeption Fragen zur Berücksichtigung des Ergebnisses aus Hedge Accounting, Kategorisierung der internen Geschäfte in Analogie zu den handelsrechtlichen Vorgaben und Abbildung des Devisenergebnisses analysiert und abgestimmt. In der Konzeption wurde die perspektivische Ausrichtung der IT-Architektur in der DZ BANK AG berücksichtigt. So wurde beispielsweise SAP-Business-Objects als Auswertungstool vorgesehen.

2. Wirkungsvoll:
Vorgehen

Zunächst wurde eine Grobkonzeption für eine handelsrechtlich orientierte Geschäftsfeldrechnung erstellt und mit den involvierten Bereichen abgestimmt. Im Anschluss wurde frühzeitig mit dem Aufbau einer prototypischen Lösung begonnen. Dadurch konnten zügig die relevanten Datenliefersysteme ermittelt und fehlende Daten bzw. Detailkonzeptionsbedarf erkannt werden. Für die identifizierten Sachverhalte wurden Lösungen erarbeitet, die kurzfristig über den Prototyp erprobt werden konnten.

Durch die prototypische Herangehensweise standen zudem zeitnah Auswertungen und Berichte zur Verfügung, die im Rahmen des Dialogs mit den involvierten Einheiten für Plausibilisierungszwecke genutzt werden konnten und frühzeitig Transparenz über das zu erwartende Endprodukt herstellten.

Ein weiterer Vorteil war, dass eine hinreichend konkrete Grundlage für die anschließende Umsetzung in den Systemen der DZ BANK AG zur Verfügung stand.

 

Konzeption der Geschäftsfeldrechnung

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3. Zukunftssicher:
Ausblick und Fazit

Die aufgesetzte handelsrechtliche Geschäftsfeldrechnung stellt einen wichtigen Schritt zur Integration von externem und internem Reporting dar. Mit dem Aufbau der Geschäftsfeldrechnung hat die DZ BANK AG einen wichtigen Schritt hin zu einer zukunftsfähigen Banksteuerung vollzogen.

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Dr. Tobias Gräbener
Senior Manager