Unsere Kollegen bei der Initiative "Joblinge"

Dr. Alexander Stolz und Dr. Niklas Blümke, Senior Consultants bei zeb: „Für uns war wichtig, die Ziele der Jugendlichen kennenzulernen.“

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Seit Ende 2019 kooperiert zeb mit JOBLINGE. Unter dem Motto "Gemeinsam gegen Jugendarbeitslosigkeit: Widerstände. Mutig. Weiterdenken." kämpft die Initiative JOBLINGE gegen Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland an und ist damit an deutschlandweit über 30 Standorten sehr erfolgreich. zeb bietet seinen Mitarbeitenden die Teilnahme am Mentorenprogramm an: Mentoren hören zu, coachen, unterstützen und stehen den Jugendlichen mit Rat und Tat zur Seite.

Neben der Arbeit als Mentorin/Mentor können außerdem Workshops angeboten werden, in denen die Jugendlichen von der Expertise der zeb Beraterinnen und Berater profitieren. Unsere zeb-Kollegen Dr. Alexander Stolz und Dr. Niklas Blümke haben im Juni 2020 bei JOBLINGE in Köln einen Workshop zum Thema „Ökonomische Grundbildung – Spekulation" gehalten und berichten im Interview von ihren Erfahrungen. 
 

Der Workshop war Euer Erster in Kooperation mit der Initiative JOBLINGE. Wie seid Ihr gestartet?
Alexander Stolz
: Genau, das war unser erster Workshop und wir haben sehr positive Erfahrungen gemacht! Gestartet sind wir mit einer ausführlichen Vorstellung der Teilnehmenden – jeder hat von seinen Hobbys, Interessen und seinem Lebenslauf berichtet. So haben wir erst einmal den Background von allen Teilnehmenden im JOBLINGE-Programm sowie von ihrer Motivation erfahren, am Workshop teilzunehmen. Für uns war wichtig, die Ziele der Jugendlichen kennenzulernen – immerhin ist die Teilnahme am Workshop ja freiwillig. Normalerweise beträgt die Gruppengröße ca. 20–25 Personen. Aufgrund der Corona-Situation war allerdings nur eine eingeschränkte Teilnehmerzahl möglich, sodass wir die Vorstellungsrunde auch sehr gut etwas ausführlicher halten konnten.

Könnt Ihr uns etwas über die Teilnehmenden aus der JOBLINGE-Initiative erzählen? Wer hat am Workshop teilgenommen?
Niklas Blümke: 
Die Teilnehmenden waren alle zwischen 20–24 Jahre alt und hatten von der Realschule bis zum Abitur ganz unterschiedliche Schulabschlüsse. Dennoch hatten sie alle Schwierigkeiten damit, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Einige haben ihre Ausbildung abgebrochen, andere die Schule beendet und bisher noch kein Glück bei Bewerbungen gehabt. In der JOBLINGE-Initiative wird ihnen von Experten und Expertinnen geholfen, den richtigen Weg für sich zu finden. Unser Workshop dient im Programm dazu, dass Jugendliche Einblick in neue Berufsfelder finden können.

Welches Thema habt Ihr im Workshop behandelt und wie ist er abgelaufen?
AS
: Im Workshop haben wir ökonomische Grundlagen anhand des Themas „Spekulation" erarbeitet, wobei wir darauf geachtet haben, das Thema „leicht verdaulich“ zu präsentieren. Eingestiegen sind wir mit Fragen wie „Was ist überhaupt Spekulation?" und „Welche Arten von Spekulationen gibt es?" Als wir diese Grundlagen geklärt hatten, haben wir gemeinsam mit den Teilnehmenden historische Spekulationskrisen beleuchtet, u. a. die Tulpenkrise im 17. Jahrhundert und die Immobilien‑/Finanzkrise im 21. Jahrhundert. Daran haben wir anschließend gemeinsame Muster und Auswirkungen erörtert und dabei alle Inhalte hauptsächlich in Interaktion sowie Diskussion mit den Teilnehmenden erarbeitet. 

Nun ist das Thema „Spekulation" eins, das die meisten nicht aus dem Schulunterricht kennen. Wie habt Ihr die Stimmung im Seminar und das Interesse der Teilnehmenden wahrgenommen?
NB
: Viele der Jugendlichen im JOBLINGE-Programm hatten bisher noch keinen Kontakt mit Themen aus der Finanzbranche. Wir haben die Themen deshalb sehr behutsam vorgestellt, damit die Teilnehmenden auch ohne jegliche Vorkenntnisse die Inhalte gemeinsam mit uns erarbeiten und verstehen konnten. Das hat super geklappt! Insgesamt waren sie sehr interessiert, haben viel mitgearbeitet und für eine sehr positive Stimmung gesorgt. Das haben wir auch als Feedback des Workshops mitgenommen: Die Teilnehmenden waren an den Themen interessiert und haben uns viele positive Rückmeldungen gegeben.

Das hört sich gut an! Wie groß war denn Euer Aufwand, den Workshop vorzubereiten?
AS
: Als Vorbereitung haben wir eine kurze PowerPoint-Unterlage zu den oben beschrieben Themen mit stark interaktivem Fokus erarbeitet. Daneben haben wir uns natürlich intensiv mit den Verantwortlichen von JOBLINGE in Köln abgestimmt – das war aber sehr stark auf die Corona-Situation zurückzuführen, denn bei einem Präsenzworkshop müssen natürlich gewisse Regeln eingehalten werden. Dennoch hat es sich in jedem Fall gelohnt! Mit JOBLINGE sind wir so verblieben, dass wir demnächst erneut ein Seminar durchführen werden und dabei die Unterlage für die neue Gruppe wiederverwenden können.

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